Batulong in Calaanan
Die erste Arbeitswoche ist schon vorbei und wir sitzen nun in unserem schönen neuen und grösseren Büro. Es bietet so viel mehr Arbeitsqualität, weil nun auch Mäge und ich an einem Tisch sitzen können und mehr als nur drei Kinder aufs Mal im Raum Platz finden. Auch für weiteres Material usw. ist mehr Platz und die Luftzirkulation ist viel besser.
Eine unserer Batulong-Hündinnen hatte ein geschwollenes Ohr und lief nur noch mit schrägem Kopf. So war ein Besuch beim Tierarzt in der Stadt nötig. Sie hat ein Hämatom, das operiert werden muss, aber leider hat sie auch schlechte Blutwerte, verursacht durch Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden. Deshalb wurden Antibiotika verschrieben und wir hoffen, dass ihr Zustand sich in der ersten Woche schon verbessert. Dieser Tierarztbesuch machte uns klar, dass man sich nicht genügend um unsere Hunde (es sind alle Strassenhunde aus einer Art Tierheim) gekümmert hatte. Von nun an sind jährliche Impfungen und bessere Kontrollen gegen Zecken ein Muss.
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| Keno und Aiza mit den neuen Schultaschen im Materiallager |
Unser Manager Keno und Aiza, die Sozialarbeiterin, arbeiten gut zusammen und wir sind sehr froh, dass beide eine gute Auffassungsgabe haben. Es ist allerdings bedeutend einfacher, hier vor Ort ein Thema zu besprechen als von der Schweiz aus im Chat, wo oft viele Rückfragen von unserer Seite nötig sind. Die Hauptbereiche von Batulong – Schulunterstützung und Mittagessen – laufen gut.
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| Heute gab's sowas wie Frikadellen aus Schweinehack, Kartoffeln und Karotten |
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| Vorher: Grasstreifen vor dem Batulongcenter |
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| Der Grünstreifen wird entfernt und alles zubetoniert.... |
Das Batulong-Center ist Teil der P.N.Roa Hauseigentümer-Vereinigung. Diese Woche hatten wir ein klärendes Gespräch mit der Aktuarin, die von uns Beiträge für beide Grundstücke verlangte, obwohl wir bisher immer nur für eines bezahlten. Das Problem ist: einige Mitglieder weigern sich zu zahlen und die eher typisch philippinische Lösung dafür ist die Beiträge für die Zahlenden zu erhöhen. Wir fragten, was wir denn für unsere Beiträge bekämen? Ein neues Büro für die Vereinigung und das Setzen eines Randsteins und einer Rinne neben der Strasse, weil dies eine Voraussetzung sei, dass sie die Überbauung von der Liegenschafts-Verwaltung übernehmen könnten! Dass diese Verbetonierung völlig unnötig ist, interessiert niemanden. Wir versuchten – so freundlich wie möglich – klar zu machen, dass wir ein Hilfswerk sind und wir leider gar nichts von diesen Beiträgen profitierten .. und da die Aktuarin plötzlich merkte, dass wir vielleicht wirklich gar nicht mehr bezahlen würden, willigte sie zu nur einem Beitrag für uns ein. Leider muss man hier auf den Philippinen manchmal zuerst etwas unnachgiebig reagieren, um nicht ausgenützt zu werden.
Mit diesem kleinen Wochenbericht und einigen Ereignissen schliessen wir ab für diese Woche.
PS: bis jetzt hat es hier in Cagayan de Oro nur einmal am Abend richtig geregnet und auch auf Camiguin war es tagsüber immer sonnig, in der Nacht aber gab es Gewitter. Wir sind dankbar dafür, denn es macht das Reisen, Tauchen und Arbeiten viel einfacher.
Und zum Abschluss: Die ALS-Klasse, die jeweils am Mittwoch und Donnerstag in unserem Center stattfindet. Dies sind Kurse für Menschen, die die Schule nur teilweise besucht haben und nun noch den Abschluss machen möchten. Am Mittwoch war es diese kleine Gruppe, die noch nicht lesen kann. Auch die ältere Dame macht mit - Respekt - und lernt endlich einfache Wörter lesen und simple Additionen.
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| Lehrerin Leni uTeilnehmer der Alternative Learning System Klasse |







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